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Aktuelle Nachrichten


07.10.2019

Kläranlagentechnik: Reinigungsstufe Nummer vier

Baden-Württemberg rüstet immer mehr Kläranlagen mit einer weitergehenden Reinigungsstufe zur gezielten Spurenstoffelimination aus. Dabei werden mit verschiedenen Techniken Spurenstoffe aus dem Abwasser geholt. Ziel ist, die Gewässer wie auch die Trinkwasserressourcen künftig noch besser zu schützen.

Von Medikamenten über Pflanzenschutzmittel bis zu Industriechemikalien – eine wachsende Reihe an Substanzen im Abwasser hat das Potenzial, auch in geringen Konzentrationen die Qualität der Gewässer zu beeinträchtigen. Auf die dort lebenden Tiere und Kleinlebewesen können solche Spurenstoffe zum Beispiel ähnliche Wirkungen wie Hormone haben, was zu unnatürlichen Entwicklungen führen kann. Mit der bisherigen Kläranlagentechnik – also der mechanischen und biologischen Reinigung sowie der Phosphorfällung – lassen sich viele Spurenstoffe allerdings nur unzureichend aus dem Abwasser entfernen.

Lesen Sie die gesamte Pressemitteilung auf dem Portal Treffpunkt Kommune.

Kläranlage Mannheim: Hier wird die Behandlung des Abwassers mit Pulveraktivkohle (PAK) bereits seit 2010 großtechnisch eingesetzt.


05.09.2019

Hauptklärwerk Mühlhausen: OB Kuhn nimmt Förderbescheid für Ausbau entgegen

Das Hauptklärwerk Mühlhausen erhält eine vierte Reinigungsstufe, die sogenannte Spurenstoffe aus dem Abwasser entfernen kann. Dafür investiert die Landeshauptstadt Stuttgart bis 2028 rund 85 Millionen Euro.

Das Land Baden-Württemberg fördert den ersten Bauabschnitt mit 2,9 Millionen Euro. Den Förderbescheid hat Oberbürgermeister Fritz Kuhn von Umweltminister Franz Untersteller am Dienstag, 3. September, entgegengenommen.

Untersteller sagte: „Stuttgart hat als eine der ersten Städte in Deutschland eine Kläranlage betrieben. Das war 1916. Mittlerweile umfasst das Kanalnetz eine Gesamtlänge von über 1.700 Kilometer. Über mehrstufige biologische und chemische Verfahren werden täglich 220 Millionen Liter Abwasser gereinigt. Mit dem Einbau einer vierten Reinigungsstufe bringt die Stadt ihre Kläranlage auf den neuesten Stand der Technik und leistet damit einen ganz erheblichen Beitrag für den Gewässerschutz im Land.“

Lesen Sie den gesamten Artikel hier.

Pressemitteilung Umweltministerium BW

Bildquellen: SES/Michael Fuchs Fotografie (links und rechts); Ferdinando Iannone (Mitte)



31.05.2019

KomS-Technologieforum Spurenstoffe am 16.05.2019 in Wernau

Wie sich Spurenstoffe aus dem Abwasser eliminieren lassen

Dass man keine ausgedienten Arzneimittel in der Toilette entsorgen soll, dürfte mittlerweile in weiten Teilen der Öffentlichkeit angekommen sein. Damit rückt aber auch zunehmend die Problematik über den Eintrag von Mikroverunreinigungen in die Gewässer und deren Folgen in das Bewusstsein der Menschen. Und das Bemühen, sie durch entsprechende Reinigungsprozesse so gut wie möglich aus dem Abwasser zu entfernen und damit erst gar nicht in die Gewässer gelangen zu lassen. „Baden-Württemberg hat bei der Eliminierung von Spurenstoffen bundesweit eine führende Rolle“, konstatiert André Hildebrand, der Geschäftsführer des baden-württembergischen DWA-Landesverbandes. Der Verband betreibt zusammen mit der Universität Stuttgart und der Hochschule seit 2012 das Kompetenzzentrum Spurenstoffe Baden-Württemberg (KomS BW). Nun haben Experten auf dem „KomS-Technologieforum Spurenstoffe“ Mitte Mai über die neuesten technischen Fortschritte auf diesem Gebiet und ihre Erfahrungen mit den bereits installierten Anlagen zur Entfernung von Mikroverunreinigungen berichtet. Bei der mit über 140 Teilnehmern ausgebuchten Tagung und ihrer angeschlossenen Fachausstellung wurde dabei über die derzeit wichtigsten Verfahren berichtet und diskutiert: die Reinigung zum einen mit Hilfe von Aktivkohle, wobei sowohl Pulveraktivkohle (PAK) als auch granulierte Aktivkohle (GAK) eingesetzt wird, und zum anderen durch den Einsatz von Ozon.

Lesen Sie den gesamten Veranstaltungsbericht hier.


27.05.2019

KLÄRANLAGE WENDLINGEN - NEUE REINIGUNGSSTUFE ZUR SPURENSTOFFENTNAHME

Das Gruppenklärwerk Wendlingen am Neckar (GKW) befindet sich in einem hoch industrialisierten und dicht besiedelten Einzugsgebiet. Daher haben sich im Dezember 2013 die Verbandsmitglieder dafür entschieden zur Verminderung von schädlichen Auswirkungen auf die aquatische Umwelt eine weitergehende Reinigungsstufe zur gezielten Spurenstoffelimination einzuführen.

Mit der im April 2018 in Betrieb genommenen adsorptiven Reinigungsstufe soll primär die Spurenstoffbelastung des Neckars vermindert werden. Darüber hinaus ist es aber auch das Ziel des Zweckverbands Gruppenklärwerk Wendlingen am Neckar die noch im Abwasser vorhandene gelöste Restorganik weiter abzusenken.

Steckbrief KA Wendlingen


15.05.2019

KLÄRANLAGE TÜBINGEN BEKOMMT OZONUNGSANLAGE

Die Kläranlage in Tübingen soll als zweite Anlage im Land Baden-Württemberg eine Ozonungsanlage erhalten. Mit der neuen Anlage sollen Spurenstoffe wie Arzneimittel oder Haushaltschemikalien sowie Keime aus dem Abwasser herausgefiltert werden. Das teilte das Landesumweltministerium am Mittwoch vergangener Woche anlässlich des ersten Spatenstichs für die Anlage mit. "Mit der Ozonstufe bekommt Tübingen modernste Technologie zur Abwasserreinigung. Der Bau ist ein Meilenstein für die Stadt und für das Land", erklärte Umweltminister Franz Untersteller (Grüne).

Das Umweltministerium fördert den Ausbau der Kläranlage eigenen Angaben zufolge mit insgesamt fast drei Millionen Euro. Eingeschlossen sei in dieser Summe auch der Zuschuss für eine Flockungsfiltration, in der die anfallenden Oxidationsnebenprodukte biologisch nachbehandelt werden. Die gesamten Investitionskosten belaufen sich auf voraussichtlich 13,8 Millionen Euro, hieß es. Neben Tübingen sind auch die Gemeinden Ammerbuch und Rottenburg an dem Projekt beteiligt.

Quelle: EUWID Wasser und Abwasser (20.2019)


09.04.2019

ERGEBNISBERICHT "SPURENSTOFFSTRATEGIE DES BUNDES"

Im Rahmen der 2. Phase des Spurenstoffdialogs des Bundes am 19. März 2019 sind nun die Ergebnisse zur Umsetzung von Maßnahmen für die Reduktion von Spurenstoffeinträgen in die Gewässer veröffentlicht worden.

Ergebnispapier


02.04.2019

Verleihung des IFWW-Förderpreises an Essener Tagung

An der 52. Essener Tagung vom 20. bis 22. März 2019 in Aachen wurde Frau Dr. Launay der IFWW-Förderpreis verliehen.
Wir gratulieren ihr herzlich zu diesem Preis!

Bildquelle:

Andreas Steindl, Aachen


21.03.2019

Umweltministerium stellt Kommunen rund 164 Millionen Euro bereit für Maßnahmen in den Bereichen Wasserwirtschaft und Altlasten

Das Umweltministerium stellt den Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg im Jahr 2019 im Förderprogramm „Wasserwirtschaft und Altlasten“ rund 164 Millionen Euro zur Verfügung. „Mit dem aus Mitteln des Kommunalen Investitionsfonds gespeisten Programm ermöglichen wir den Kommunen Investitionen in den Umweltschutz von insgesamt weit über 200 Millionen Euro“, sagte Minister Franz Untersteller heute (21.03.) in Stuttgart.

Lesen Sie weiter unter Pressemitteilung Umweltministerium


06.03.2019

MIKROVERUNREINIGUNG IM RHEIN UND SEINEN ZUFLÜSSEN WIRKSAM REDUZIEREN - EMPFEHLUNGEN DER IKSR

Die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) hat Empfehlungen ausgesprochen, wie die Staaten im Rheineinzugsgebiet die Einträge von Mikroverunreinigungen in die Gewässer weiter reduzieren können. Dies betrifft insbesondere die Bereiche kommunale Abwassersammel- und Behandlungssysteme, Landwirtschaft sowie Industrie und Gewerbe.

Die IKSR hat die Relevanz verschiedener Mikroverunreinigungen und vorhandene Ansätze zur Minderung der Belastung in den Gewässern seit mehr als 10 Jahren im Blick. Die Belastungssituation liegt offen und es gibt verschiedene Reduzierungsmöglichkeiten.

Auf IKSR-Ebene sind die vorliegenden Ansätze in den Staaten ausgewertet worden. Das Ergebnis: Gemeinsame Empfehlungen zur Reduktion von Mikroverunreinigungen in Gewässern im Rheineinzugsgebiet. Fokussiert wird dabei auf die Bereiche kommunale Abwassersammel- und Behandlungssysteme für Arzneimittelrückstände, Röntgenkontrastmittel und andere Stoffgruppen, auf die Landwirtschaft insbesondere für die Pflanzenschutzmittel sowie auf die Industrie und das Gewerbe in Bezug auf unterschiedliche Industriechemikalien.

Lesen Sie weiter unter Pressemitteilung IKSR


04.03.2019

Netzwerktreffen zwischen Schweiz und Baden-Württemberg

Am 04.03.2019 fand in der DWA-Geschäftsstelle ein Erfahrungsaustausch zwischen dem Team des KomS Baden-Württemberg und Frau Meier vom Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) statt. Innerhalb des Netzwerktreffens ging es um einen Informationsaustausch sowie um zukünftige Kooperationen.

(v.l.n.r. André Hildebrand, Dr. Marie Launay, Dr. Alejandra Campos, Aline Meier und Johanna Neef)


30.11.2018

ARBEITSPAPIER SPURENSTOFFELIMINATION AUF KOMMUNALEN KLÄRANLAGEN IN BADEN-WÜRTTEMBERG

Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Spurenstoffe ein Arbeitspapier erstellt, anhand dessen die Wasserbehörden im Land Zielvorstellungen entwickeln sollen, für welche Kläranlagen eine Spurenstoffelimination anzustreben ist.

Das Arbeitsblatt können Sie hier herunterladen.

Lesen Sie den kompletten Bericht zu Spurenstoffen unter Pressemitteilung Umweltministerium


29.11.2018

3. KONGRESS SPURENSTOFFE IN DER AQUATISCHEN UMWELT

Am 20. und 21. November 2018 fand im Kongresshaus Stadthalle Heidelberg der 3. Kongress „Spurenstoffe in der aquatischen Umwelt“ statt. Dieser wurde vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Landesverband Baden-Württemberg der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) und der Landesgruppe Baden-Württemberg des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) gemeinsam veranstaltet.

Über 190 Vertreter/-innen von Behörden, Fachverbänden, Kommunen, Abwasserverbänden und Industrie folgten der Einladung und stellten sich der Diskussion und Aufforderung eines vorsorgenden Gewässer- und Gesundheitsschutzes, um eine Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung zu diesem Thema zu erreichen. Staatssekretär Andre Baumann unterstrich in seinem Grußwort die Wichtigkeit des bewussten Umgangs mit dem Thema Spurenstoffe.

Auch mit dieser Veranstaltung wurden der Dialog über den Umgang mit Spurenstoffen sowie die technischen Entwicklungen in der Abwasserreinigung zur Elimination von Spurenstoffen mit allen Betroffenen weitergeführt. Welche Belastung und Folgen die Spurenstoffe in den Gewässern mit sich bringen, stand neben den Maßnahmen und Perspektiven in der Wasserwirtschaft im Mittelpunkt.

In der Verfolgung des vorsorgeorientierten Ansatzes zur Reduktion von umweltrelevanten Spurenstoffen stellte der Kongress strategische Ansätze vor und gab Anstöße zum Machbaren beizutragen:

  • bei der Entwicklung und Herstellung umweltfreundlicher Produkte und Pharmaka,
  • bei der Bewusstseinsbildung der Verbraucher und Akteure im Gesundheitswesen zum richtigen Gebrauch und der Entsorgung sowie
  • bei der Abwasserbehandlung und dem Einsatz technischer Verfahren zur Elimination von Spurenstoffen.

Alle gesellschaftlichen Akteure, Bürgerschaft und Kommunen, Hochschulen, Umwelt- und Pharmaverbände, Industrie, Ärzte und Apotheker sowie die Wasserwirtschaft wurden aufgerufen, ihre Verantwortung für eine intakte Umwelt wahrzunehmen und sich aktiv in den Diskussions- und Veränderungsprozess einzubringen. Auch der Blick über den Tellerrand kam nicht zu kurz. Der Key Note Speaker Rüdiger Röhrig zeigte eindrücklich auf, was passiert, wenn der Mensch weiterhin sorglos mit noch vorhandenen Umweltressourcen umgeht. Und: Jeder ist in der Lage einen ersten Schritt zu unternehmen und sei er noch so klein. Die nachfolgenden Generationen werden in jedem Fall ein schweres Erbe antreten.

Im Rahmen von zwei Exkursionen zum Veranstaltungsbeginn erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmern zudem die Möglichkeit, entweder die größte Kläranlage in BW zur PAK- Spurenstoffelimination in Mannheim zu besichtigen oder sich über Spurenstoffe und deren Verhalten bei der Wasseraufbereitung (TZW Karlsruhe) zu informieren. Eine Fachausstellung komplettierte das Tagungsprogramm.

Welche Wichtigkeit das Thema in der Wahrnehmung derzeit in der Öffentlichkeit spielt, zeigte sich an dem großen Interesse der Medien. Neben einem TV-Team des SWR waren Pressevertreter verschiedener regionaler Medien aus dem Rhein-Neckar-Raum vor Ort!

Hier gelangen Sie zum SWR-Beitrag.



21.11.2018

ÖKOLOGISCHE ZEITBOMBE

Klärwerk: Immer mehr Spuren von Chemikalien und Medikamenten im Abwasser / Fachleute informieren sich über Reinigungsanlage im Rahmen des
3. Kongress Spurenstoffe in der aquatischen Umwelt am 20./21.11.2018

Wer denkt schon darüber nach? Medikamente werden nach Gebrauch in der Toilette entsorgt, Tabs oder Pulver für den Geschirrspüler werden großzügig dosiert, und Sport- oder Schmerzsalbe wird ganz selbstverständlich aufgetragen, wenn die Gelenke zwicken oder die Muskulatur streikt. "Viele wissen gar nicht, dass all diese Stoffe im Abwasser landen", sagt Andreas Hein, Leiter der Mannheimer Kläranlage nördlich von Sandhofen. Hier hat man den sogenanneten Spurenstoffen erfolgreich den Kampf angesagt. Die neue vierte Klärstufe - eine zusätzliche Aktivkohle-Reinigungsanlage - holt Chemikalien und Medikamentenreste zu 80 bis 90 Prozent aus dem Wasser heraus.

Lesen Sie weiter unter Mannheimer Morgen


20.11.2018

KONGRESS "SPURENSTOFFE IN DER AQUATISCHEN UMWELT"

Staatssekretär Andre Baumann hat auf dem 3. Kongress „Spurenstoffe in der aquatischen Umwelt“ heute (20.11.) in Heidelberg angekündigt, dass die Landesregierung die europaweite Vorreiterrolle Baden-Württembergs beim Bau und Betrieb von Anlagen zur Spurenstoffelimination („Vierte Reinigungsstufe“) auf kommunalen Kläranlagen weiter ausbauen wolle: „Inzwischen beseitigen oder reduzieren bei uns im Land bereits 14 Anlagen Arzneimittelrückstände, Flammschutzmittel, Duft- und Süßstoffe oder Korrosionsschutzmittel aus unseren Gewässern. 16 weitere Anlagen befinden sich im Bau oder in der Planung. Wir halten es für sinnvoll, dass noch mindestens 125 zusätzliche Kläranlagen der Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg mit dieser Technik ausgestattet werden.“

Lesen Sie weiter unter Pressemitteilung Umweltministerium



26.10.2018

KLÄRANLAGE TÜBINGEN BEKOMMT NEUE TECHNOLOGIE ZUR BESEITIGUNG VON SPURENSTOFFEN – ZUSCHUSS DES LANDES VON ZUNÄCHST ÜBER 2 MILLIONEN EURO

UMWELTMINISTER FRANZ UNTERSTELLER: "MIT DER GEPLANTEN OZONANLAGE BEKOMMT TÜBINGEN EINE HOCHMODERNE KLÄRTECHNOLOGIE ZUR REINIGUNG BELASTETER ABWÄSSER."

Das Umweltministerium fördert den Bau einer vierten Reinigungsstufe der Kläranlage Tübingen mit voraussichtlich insgesamt rund 2,8 Millionen Euro. Die Zuschüsse werden in zwei Tranchen gewährt, in diesem Jahr sind es gut 2 Millionen Euro, im kommenden sollen noch einmal 800.000 Euro bewilligt werden. Im ersten Bauabschnitt wird zunächst eine Anlage zur Flockungsfiltration errichtet, die dann in einem zweiten Bauabschnitt durch eine Ozonstufe ergänzt wird. Mit dieser Technologie ist es möglich, Feststoffe und Phosphor im Abwasser zu reduzieren und Spurenstoffe sowie teilweise auch Keime herauszufiltern.

Lesen Sie weiter unter Pressemitteilung Umweltministerium



28.09.2018

LAND FÖRDERT VORREITERPROJEKT

Die Kläranlage des Gemeindeverwaltungsverbands Immendingen-Geisingen erhält ab Frühjahr 2019 eine vierte Reinigungsstufe. Landesumweltminister Franz Untersteller übergab dem Verband am Freitag für die geplante Maßnahme einen Förderbescheid über drei Millionen Euro. Das Projekt ist die erste Neuanlage dieser Art in Baden-Württemberg. Bei der sogenannten vierten Reinigungsstufe handelt es sich um einen zusätzlichen Reinigungsschritt in der Kläranlage, der das Abwasser von Spurenstoffen befreit.

Grund für den Ausbau ist, dass die wasserrechtliche Betriebserlaubnis der Kläranlage abgelaufen sei, erklärte Immendingens Bürgermeister Markus Hugger im Gespräch mit unserer Zeitung. Mindestanforderung für die Zulassung sei, dass der vorgegebene Phosphatgrenzwert im Abwasser reduziert werde. Eine Alternativvariante, die nur Phosphat gefiltert hätte, sei zudem finanziell nicht deutlich billiger gewesen, so Hugger.

Lesen Sie weiter unter Schwäbische Zeitung

Landesjustizminster Guido Wolf (von links), Geisingens Bürgermeister Walter Hengstler, Immendingens Bürgermeister Markus Hugger und Landesumweltminster Franz Untersteller bei der Übergabe des Förderbescheids in Immendingen.

Foto: Simon Schwörer


28.09.2018

4,4 MILLIONEN EURO LANDESZUSCHUSS FÜR ERWEITERUNG DES KLÄRWERKS KARLSRUHE MIT SPURENSTOFFELIMINATION

Umweltminister Franz Untersteller: "Die Elimination von Spurenstoffen auf kommunalen Kläranlagen ist ein wichtiger und nachhaltiger Baustein der Spurenstoffstrategie des Landes."

Das Land unterstützt die Stadt Karlsruhe mit rund 4,4 Millionen Euro dabei, das Klärwerk Neureut zu erweitern. Dies ist die höchste Zuwendung, die das Land für Maßnahmen der Abwasserbeseitigung in diesem Jahr gewährt. Mit dem Millionenzuschuss kann die Stadt ihre Kläranlage weiter optimieren und mit einer Aktivkohleadsorption zur Elimination von Spurenstoffen ausstatten. Die Kosten dieser Maßnahme werden sich auf rund 22 Millionen Euro belaufen.

„Spurenstoffe wie Arzneimittel, Haushaltschemikalien, Pflanzenschutzmittel und synthetische Süßstoffe stellen eine der größten Herausforderungen im Gewässerschutz dar“, sagte Umweltminister Franz Untersteller heute (04.09.) in Stuttgart. „Die Elimination von Spurenstoffen auf kommunalen Kläranlagen ist daher auch ein wichtiger und nachhaltiger Baustein der Spurenstoffstrategie des Landes.“ Im Rahmen dieser Strategie fördert das Land Baden-Württemberg bei kommunalen Kläranlagen sogenannte 4. Reinigungsstufen zur Elimination von Spurenstoffen sowohl an besonders empfindlichen Gewässern als auch an lokalen Belastungsschwerpunkten mit 20 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.

Lesen Sie die gesamte Pressemitteilung.


18.07.2018

VORKOMMEN VON SPURENSTOFFEN IN KLÄRANLAGENZULÄUFEN IN BADEN-WÜRTTEMBERG

Die Ergebnisse zweier Vorhaben erlauben eine Aussage zum flächendeckenden sowie dauerhaften Vorkommen von Spurenstoffen in den Zuläufen von Kläranlagen in Baden-Württemberg. Anhand von Frachtbetrachtungen lässt sich für die flächendeckend vorkommenden Spurenstoffe eine Art „Grundbelastung“ ausmachen. Liegt die Belastung einer Kläranlage darüber, deutet dies auf zusätzliche Einzeleinleiter hin.

Der Beitrag wurde in der Wasser und Abfall, Springer Vieweg Verlag Wiesbaden 06/2018, S. 40-49 veröffentlicht. Lesen Sie die komplette Veröffentlichung.


16.07.2018

WAS IST IHNEN SAUBERES WASSER WERT?

Das Wasser aus deutschen Kläranlagen könnte Flüsse und Seen sehr viel sauberer machen. Doch viele Betreiber scheuen den Einbau neuer Technik. Auch, weil die Regierung das Thema seit Jahren zu wenig beachtet. Die Pressemitteilung ist auf Spiegel Online am 14.07.2018 erschienen. Lesen Sie die gesamte Pressemitteilung.



13.07.2018

6. ERFAHRUNGSAUSTAUSCH DER DWA SONDER-NACHBARSCHAFT SPURENSTOFFE

Am 10. Juli 2018 fand das diesjährige Treffen der DWA Sonder-Nachbarschaft Spurenstoffe auf dem Hauptklärwerk der Stadt Stuttgart statt. Am Vormittag wurden nach einer Begrüßung zunächst die neuen Handlungsempfehlungen und die Ergebnisse einer Umfrage zum Pulveraktivkohleeinkauf vom KomS Baden-Württemberg vorgestellt. Anschließend informierte die Stadtentwässerung Stuttgart (SES) über die geplante Umsetzung der Spurenstoffelimination auf dem Hauptklärwerk Mühlhausen und führte in die Thematik der Spurenstoffanalytik ein. Abgerundet wurde dies am Nachmittag durch die Besichtigung des Zentrallabors und der halbtechnischen Versuchsanlage zur Spurenstoffelimination. Den Rückblick zum 6. Erfahrungsaustausch der DWA Sonder-Nachbarschaft Spurenstoffe finden Sie hier.


09.07.2018

9. TREFFEN DER BODENSEE-NACHBARSCHAFT IN ST. GALLEN

Am 27. Juni 2018 fand das 9. Treffen der Bodensee-Nachbarschaft in St. Gallen statt. Schwerpunkt des Nachbarschaftstags war das Thema Spurenstoffe und wurde an diesem Tag mit drei Fachvorträge intensiv behandelt. Dr. Christoph Egli, Geschäftsführer des Abwasserverband Altenrhein, stellte die Resultate aus Pilotversuchen zur kombinierten Anwendung von Ozon und GAK sowie den aktuellen Stand des Ausbaus der Abwasserreinigungsanlage Altenrhein um ein „Kombinationsverfahren“ vor. Dr. Steffen Metzger von Weber-Ingenieure berichtete über die Spurenstoffelimination auf Kläranlagen: Belastungssituation, Technologien und Erfahrungen zur Reinigungsleistung bildeten die Schwerpunkte des Vortrags. Dr. Marie Launay, Projektleiterin der Umwelttechnik BW, informierte über die Emissionen organischer Spurenstoffe aus kommunalen Kläranlagen und Mischwasserentlastungen im Vergleich. Der Tag endete mit einem Erfahrungsaustausch zu verschiedenen Themen.


05.07.2018

EMPFEHLUNG ZUR REDUZIERUNG VON MIKROVERUNREINIGUNGEN IN DEN GEWÄSSERN

Rückstände von Arznei- und Pflanzenschutzmitteln, Bioziden und anderen Chemikalien können schon in geringen Konzentrationen nachteilige Wirkungen in der Umwelt und auf die menschliche Gesundheit haben. Diese Mikroverunreinigungen werden nicht zuletzt dank verfeinerter Analyseverfahren zunehmend in unseren Gewässern nachgewiesen. Um zukünftige Gewässerbelastungen zu vermeiden, bedarf es vorsorgender Maßnahmen. Das UBA hat die Eintragspfade analysiert, kritische Stoffeigenschaften benannt und schlägt eine Kombination von Maßnahmen bei Herstellung, Verwendung und Abwasserbehandlung für einen umfassenden Gewässerschutz vor.

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03.07.2018

SCHWIMMENDER CHEMIKER FEIERT FILMPREMIERE

Stuttgart (hdgbw) – Der Wissenschaftler und Extremschwimmer Andreas Fath zeigt im Haus der Geschichte Baden-Württemberg erstmals seinen Film „Zwei Flüsse - Eine Mission“. Am Donnerstag, 12. Juli 2018, um 19 Uhr im Otto-Borst-Saal ist die Premiere mit anschließendem Gespräch. Der Dokumentarfilm widmet sich zwei einzigartigen Forschungsreisen. Prof. Dr. Andreas Fath durchschwamm in 28 Tagen den 1231 km langen Rhein und drei Jahre später in 33 Tagen den 1049 km langen Tennessee River. In den beiden Projekten „Rheines Wasser“ und „Tenneswim“ verband der „schwimmende Chemiker“ körperliche Höchstleistungen mit der kompletten wissenschaftlichen Wasseranalyse zweier vergleichbarer Flüsse auf unterschiedlichen Kontinenten. Dabei war der Schwimmer selbst das Messgerät. Die Dokumentation wurde von Studierenden der Hochschule Furtwangen und der Sewanee University produziert.

Nach dem Film präsentiert Prof. Fath die Ergebnisse der Analysen beider Flüsse, und die Besucher sind zu Fragen und Diskussion eingeladen. Im Anschluss gibt es einen Empfang. Die Veranstaltung kostet acht Euro (inkl. einem Getränk). Anmeldungen sind unter der Mailadresse veranstaltungen@hdgbw.de oder Tel. 0711.212.3989 möglich.


11.06.2018

RUND 1,1 MILLIONEN EURO LANDESZUSCHUSS FÜR KLÄRANLAGE ERISKIRCH

Das Land unterstützt den Abwasserverband Unteres Schussental mit rund 1,1 Millionen Euro dabei, auf der Kläranlage in Eriskirch (Bodenseekreis) für rund 5,4 Millionen Euro eine sogenannte Ozonstufe zu errichten. „Dies wird die erste Kläranlage in Baden-Württemberg sein, die als vierte Reinigungsstufe eine Ozonungsanlage haben wird“, sagte Umweltminister Franz Untersteller heute (16.04.) in Stuttgart.

Die Pressemitteilung ist vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg am 16.04.2018 erschienen. Lesen Sie die gesamte Pressemitteilung.


05.04.2018

KOALITIONSVERTRAG 2018

Aus dem Koalitionsvertrag 2018 gehen zwei wichtige Textpassagen zum Thema Landwirtschaft und Gewässerschutz hervor, die nachstehend verlinkt sind.

Koalitionsvertrag_2018_gekürzt


22.03.2018
MEDIKAMENTE UND MIKROPLASTIK BELASTEN GEWÄSSER

Der SWR zeigt in der Landesschau Baden-Württemberg einen Clip über die Belastung der Gewässer durch Medikamente und Mikroplastik.

Schauen Sie sich den gesamten Clip in der SWR Mediathek an.



DWA Landesverband Baden-Württemberg
Rennstraße 8 | 70499 Stuttgart | Telefon: 0711 89 66 31-0 | E-Mail:
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© Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. // (DWA)

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